
Fragt man Unternehmer im Wissenschaftspark (WIP) nach ihrem Firmensitz, so antworten sie im seltensten Fall mit einem Straßennamen und einer Hausnummer. Üblich sind Antworten wie „im gelben Kronengebäude, rechter Eingang, zweiter Stock“. Die ehemaligen Kasernengebäude, die wie eine bunte Krone den Rand des Petrisbergs schmücken, setzen Akzente.

Etwa 2,6 bis 2,8 Millionen Euro hat der Umbau jedes der drei fertig gestellten Kronengebäude die Entwicklungsgesellschaft Petrisberg (EGP) gekostet. Die innere Raumstruktur der Häuser wurde dabei völlig neu gestaltet, der Kasernencharakter mit einem endlos wirkenden Mittelgang und vielen kleinen Büros links und rechts wurde umgestellt. Jede Mieteinheit hat nun im Treppenhaus einen separaten Eingang. Im Erdgeschoss gibt es oft sogar einen komplett eigenen Zugang durch den Arkadengang.

Jedes Gebäude bietet zwischen 2.500 und 2.800 Quadratmeter Bürofläche, von denen mehr als 90 Prozent vermietet sind. „Wir konnten viele individuelle Kundenwünsche erfüllen, das hat sich gelohnt“, erklärt Norman Habermann das Erfolgskonzept der EGP. Zusätzliche Kosten, die durch Sonderwünsche entstehen, werden über fünf Jahre auf den Mietpreis umgelegt.
Gravierende Probleme wie Asbestbelastung oder mangelhafte Bausubstanz gab es bisher bei keinem Gebäude. „Aber wir lernen bei jedem Gebäude dazu“, sagt Norman Habermann. Die Dachgauben werden bei den letzten beiden Gebäuden beispielsweise vergrößert. Habermann: „Das Dachgeschoss ist sonst für viele Mietinteressenten ein Ausschlusskriterium. Das ist ihnen zu dunkel.“ Dafür hat man aus den oberen Stockwerken der Kronengebäude den Überblick: über den Petrisberg, vor allem über das Wasserband und den neu entstehenden Bürovillenpark.
Dort können Unternehmen ihren eigenen Firmensitz errichten. Zwei Grundstücke sind bereits in der Bebauungsphase, weitere fünf inzwischen verkauft. Ähnlich wie im Wohngebiet Petrisberg sollen die Gebäude hier nicht zu hoch und eher mit flachem Dach gebaut werden. Direkt am Wasserband soll eine Trägergesellschaft noch 2006 mit dem Bau weiterer Häuser beginnen, die sowohl Büros als auch Wohnungen beherbergen werden.

Text: Katrin Peters
Fotos: Judith Köhler