
Nicht nur die neu entstehenden Wohngebiete und die vielseitigen Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten machen den Petrisberg attraktiv. Auch der sich entwickelnde Wissenschaftspark (WIP) lockt Unternehmen an, die sich hier niederlassen und eine zukunftsträchtige Arbeitslandschaft etablieren. Für die Entwicklungsgesellschaft Petrisberg (EGP) gehören Wohnen, Arbeiten und Freizeit zum Gesamtkonzept. Alle drei Bereiche sollen gemeinsam wachsen und mit einem unverwechselbaren Bild den Petrisberg prägen.

Der Wissenschaftspark entwickelt sich zu einem Büro- und Dienstleistungszentrum mit zunehmender Bedeutung für die Region Trier. Firmen aus den Branchen Informationstechnologie, Telekommunikation, Medien, Werbung und Kommunikation, Gesundheitswesen sowie Unternehmensberatungen, Ingenieursdienstleistungen und Architekturbüros haben sich auf dem Petrisberg angesiedelt.

Durch die unmittelbare Nähe zur Universität Trier bietet der WIP auch deren Absolventen eine gute Möglichkeit zur Existenzgründung. „Wissensbasierte Unternehmen sind gerade hierfür auf dem Petrisberg sehr willkommen. Dies ist eine gute Basis für die Kooperation von Uni und WIP“, erläutert Michael Hewera, Leiter der Transferstelle an der Universität Trier. Diese ist zuständig für die Weiterbildung und den Wissenstransfer an der Universität Trier und unterstützt die Zusammenarbeit zwischen WIP und Universität.
Produzierendes Gewerbe soll sich hier nicht niederlassen. Die EGP setzt vor allem auf Qualität und Kreativität. „Hier soll kein störendes Gewerbe angesiedelt werden. Wohnen und Arbeiten sollen sich ungestört nebeneinander entwickeln,“ sagt Norman Habermann, zuständig bei der EGP. „Wir wollen eine angenehme Arbeitsatmosphäre ohne Lärm schaffen. Der Standort ist für ein kreatives, innovatives Umfeld gedacht.“

Bis Mitte 2006 haben sich bereits 73 Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern im Wissenschaftspark angesiedelt. Und es werden stetig mehr. Besonders geeignet ist der WIP für kleine bis mittlere Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor. Innovative Unternehmer mit kreativen Ideen und Visionen sind willkommen. Es soll ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld entstehen, in dem auch Synergien durch Kooperationsmodelle zwischen einzelnen Firmen erzeugt werden: voneinander lernen und sich gegenseitig ergänzen. Die Firma Graphilo, ein Grafikbüro, arbeitet mit einem Marketing-Texter zusammen, einem ehemaligen Philosophiestudenten, der sich seit einiger Zeit im WIP mit seiner Firma Word & Notion selbstständig gemacht hat. Dieser Verbund wird zudem von dem Übersetzungsbüro Opus unterstützt. Ein anderes Beispiel war die Neugründung der Kinderwunschpraxis. Beim Aufbau deren Internetauftritts und der Einrichtung eines Contentmanagementsystems half die Firma Kliomedia.
Der Leiter der Transferstelle an der Uni Trier ist begeistert von der stetigen Entwicklung der Arbeitslandschaft auf dem Petrisberg. „Es gab zuerst die Befürchtung, die ganze Geschichte könnte zu einer reinen Vermarktung eines Gewerbeansiedlungsgebietes verkommen. Doch es ist eine interessante Mischung an Unternehmen geworden, die durchaus kreativ vermarktet wird“, begründet Hewera seine positive Zwischenbilanz und ergänzt, dass es "für die Unternehmen einen deutlichen Surplus“ gebe. Das kreative Umfeld auf dem Petrisberg entwickelt sich also mehr und mehr zu einem attraktiven Standortvorteil.

Die meisten Unternehmen beschäftigen zwischen fünf und 20 Mitarbeiter. Doch auch größere Betriebe mit bis zu hundert Mitarbeitern sind zukünftig denkbar. „Wir haben kürzlich einen Vertrag mit dem Zentrum für Histologie, Zytologie und molekulare Diagnostik abgeschlossen, die mit fast 50 Mitarbeitern an den Petrisberg kommen werden“, verrät Habermann über die jüngsten Ansiedlungsverhandlungen. Dafür eignet sich außer den Büroflächen der Kronengebäude besonders auch der Bürovillenpark, der gerade erschlossen wird. Dort können Firmen Neubauflächen kaufen und frei stehende mehrgeschossige Bürogebäude errichten. „Ein sehr schönes Beispiel für den Wachstum innerhalb des Wissenschaftsparks“ sagt Habermann, „ist die Firma IT Transfer , die bisher in einem Kronengebäude ihre Büros unterhielt und nun mit dem Bau im Bürovillenpark für einen eigenen Firmenkomplex beginnt.“


Auch am so genannten Wasserband, dem Herzstück des Wohngebietes, sollen neue Büroflächen geschaffen werden. Die Vision der EGP ist es, hier Wohnen und Arbeiten miteinander zu kombinieren. Das Konzept sieht vor, im Erdgeschoss der Gebäude Büroräume einzurichten. Darüber sind moderne Penthouse-Wohnungen geplant.
Da die EGP sich nicht nur als Vermarkter der freien Bau- und Büroflächen versteht, sondern in erster Linie auch als Dienstleister und Ansprechpartner, stehen den Firmen im Wissenschaftspark zahlreiche Serviceleistungen zur Verfügung. Seminarräume, Kurier- und Kopierdienst, Parkplätze für Geschäftskunden in der Stadt und mobile Kommunikation sind nur ein Auszug der Leistungen, welche die EGP den Unternehmen bietet.
Um einen Einblick in Leben und Arbeiten auf dem Petrisberg zu geben und zu zeigen, welche Firmen dort tätig sind, haben wir auszugsweise eine Reihe interessanter Firmenkonzepte und Arbeitsbereiche zusammengestellt.
Ausführliche Informationen zu allen Firmen und Tätigkeitsfeldern hat die EGP auf ihrer eigenen Internetpräsenz zusammengestellt. Dort werden alle Unternehmen mit einem Kurzportrait vorgestellt, sowie nähere Einzelheiten zur Existenzgründung im WIP veröffentlicht.
Text: Britta Behrens
Fotos: Judith Köhler, Britta Behrens, Yue Liu