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Contact and Cooperation - Praxiserfahrung durch Projektarbeit

Wissenschaftliches Know-how ist in vielen Unternehmen gefragt. Da Firmen Studenten mit dem richtigen Wissen aber nicht immer spontan treffen, gibt es an Uni und FH verschiedene Initiativen, die vermitteln. Eine davon ist der gemeinnützige Verein Contact und Cooperation, der Studierenden Praxisprojekte ermöglicht. Dabei handelt es sich häufig um Marktforschungsaufträge von größeren Firmen wie der Telekom.

Logo von C & C

Dietrich Dickertmann, promovierter Volkswirt und Professor für Finanzwissenschaft an der Universität Trier, betreut die Studierenden, die unentgeltlich für ihre Projekte arbeiten. Miriam Grooten von C&C erklärt, dass Aufgabenstellungen auf diese Weise kreativer angegangen werden können. „Der Druck, der entsteht, sobald Firmen für die Leistung bezahlen müssen, entfällt.“ Obwohl die Teilnehmer hier nichts verdienen, ist das studentische Engagement groß: „Man kann ja schließlich im Lebenslauf auf eine solche Projektarbeit hinweisen. Studenten mit dieser Erfahrung sind später auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähiger“, erklärt Dickertmann.

Praxis an der Uni: Projekte mit Nutzwert

Dietrich Dickertmann, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Trier
Prof. Dietrich Dickertmann betreut C&C.

Der akademische Elfenbeinturm ist ein gängiges Bild, um zum Beispiel den mangelnden Praxisbezug als universitäres Defizit darzustellen. Dieses Problem wurde nach Meinung von Dickertmann an der Universität Trier gut gelöst. Lehre und Arbeit würden auf dem Uni-Campus bereits in konkreten Projekten verbunden: Seit der Gründung des Fachbereichs IV gebe es die so genannte praxisbezogene Studienform (PbSf) über zwei Semester im Grund- wie im Hauptstudium. „Diese Veranstaltung ist gleichsam das Markenzeichen des Fachbereichs für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Mathematik und Informatik. Die PbSf vermittelt neben grundlegender Theorie ganz handfeste Praxis.“ Im Jahr 2004 führten die Studenten beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Traben-Trabach eine Konversionsstudie durch, die versucht, die Folgen einer Umwandlung von bisher militärisch genutztem Gelände für zivile Zwecke abzuschätzen.

Chancen vor der Haustür

Für die Trierer Studenten steht jedenfalls jetzt schon fest: Wer will, kann seinen Fuß in die Tür der Arbeitswelt in Zukunft auch auf dem Petrisberg setzen. Wenn die Firmen im Wissenschaftspark (WIP) weiterhin so gut wachsen, kann Contact und Cooperation den Studierenden helfen, ihren Weg dorthin zu finden.

Text: Anna Dörr (aktualisiert von Katrin Peters)