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Mehr Transfer für Uni und Unternehmen - Die Transferstelle

Welcher Student kennt das nicht? Regelmäßig erreicht eine Vielzahl an Praktikums- und Jobangeboten über die Transferstelle die Mailbox der Trierer Studenten. Aber nicht jeder Student weiß etwas mit der Absenderadresse Transferstelle anzufangen. Was genau verbirgt sich dahinter?

Studentin schaut auf Aushänge der Transferstelle

„Der Praktikabereich ist nur ein Teil unserer Aufgabe“, erläutert der Leiter der Transferstelle, Michael Hewera. „Eine der Hauptaufgaben der Transferstelle liegt im Existenzgründungsbereich. Wir bekommen Angebote von Unternehmen und geben diese an die Studenten weiter.“ Die Transferstelle hilft auch, falls ein Unternehmen eine Innovation plant und dazu KnowHow aus der Hochschule benötigt.

Den Studenten wird dadurch eine Möglichkeit eröffnet, Praktikumsstellen zu bekommen. Die Transferstelle vermittelt dann die Kontakte zwischen Studenten und Firmen. Aber welche Rolle spielt die Transferstelle bei der Etablierung des Wissenschaftsparks und der dortigen Ansiedlung von Unternehmen und Uni-Instituten?

Michael Hewera

Interessante Mischung mit Surplus für Unternehmen

„Systematische Kontakte zwischen der Uni und dem WIP gibt es auf der Leitungsebene, aber auf meiner Arbeitsebene habe ich davon noch nicht viel gemerkt“, erklärt Hewera und fügt hinzu: „Das Verhältnis zur EGP ist noch etwas distanziert. Das heißt, man findet eigentlich gut, was der Andere macht, und unterhält sporadische Kontakte.“ In den letzten Jahren sei - entgegen aller Befürchtungen - auf dem Petrisberg mehr passiert als nur die Ansiedlung von Unternehmen: „Es ist eine sehr interessante Mischung mit einem gewissen Surplus für die Unternehmen entstanden“.

Während die EGP vor allem Kontakte zu einzelnen Professoren unterhält, arbeitet das TechnologieZentrum Trier (TZT) enger mit der Transferstelle zusammen. Ein gemeinsames Projekt ist Fairway, eine Initiative zur Gründungssensibilisierung. Studierende sollen auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht werden, sich selbständig machen zu können. Zu diesem Zweck bietet das TZT zusammen mit der Transferstelle regelmäßig Informationsabende und Seminare an. Die Erneuerung des Kooperationsvertrags zwischen Uni und TZT im März 2006 frischte die Zusammenarbeit auf.

Von Einzelkämpfern zum gemeinsamen Erlebnis

„Nichts wird passieren, wenn der WIP nur ein neues Gewerbegebiet wird, wo jede Gruppe unter sich bleibt“, sagt Hewera. Es sei eine sinnvolle Lösung, die Gründungsbegleitung dort anzubieten. So könnten zum Beispiel Gründer mit den Unternehmen gleich in Kontakt treten und sogar gemeinsame Veranstaltungen oder Events anbieten. „Ein aktives Umfeld spielt dabei eine entscheidende Rolle“, ist Hewera überzeugt. Neben der schönen Umgebung auf dem Petrisberg sind zumindest die ersten harten Standortfaktoren vorhanden. Vom Engagement der Studierenden, der Uni und den Unternehmern hängt es ab, ob im WIP eine Gründungs-Dynamik entsteht, die zum Wissenstransfer in Trier anregt.

Text: Hui Yang und Denise Kleis (aktualisiert von Katrin Peters)

Fotos: Judith Köhler, Katrin Peters